KI erstellt super Texte. Wenn der Nutzer sich im Thema auskennt. Sonst nicht.
KI da - Kunden weg.
Die meisten Texter haben gerade das Problem, dass ihnen die Kunden wegbrechen. Denn jede Art von Text ist schnell inhouse geschrieben – mit ChatGPT, Claude oder einem anderen Tool.
Auf der Suche nach einem Rettungsanker wird von den beruflichen Textern dargelegt, warum sie immer noch besser seien als die KI. Ich frage mich wieder und wieder: Stimmt das wirklich? Oder ist KI tatsächlich die Optimallösung?
Für viele Texte sicherlich. Neuer Content ist schnell erstellt – ganz unkompliziert, ohne großen Aufwand, fast nebenbei. Und wir alle haben gelernt, wie wichtig es ist, regelmäßig Beiträge in den sozialen Medien und auf verschiedensten Plattformen zu veröffentlichen.
Aber was ich da so lese, finde ich teilweise unterirdisch schlecht.
Die Gründe:
Die Texte klingen furchtbar ähnlich, glattgebügelt. Mir fehlen individuelle Ecken und Kanten – in der Wortwahl und bei den Inhalten.
Lücken stören.
Das Sprachmodell der KI liefert im Affenzahn einen flüssigen Text. Der Text ist aber nicht durchdacht. Und an dieser Stelle schlägt die Stunde versierter Texter.
Ein Mensch mit Expertise für Sprache und Inhalt sorgt
- für einen roten Faden (die KI nutzt Wahrscheinlichkeiten beim Zusammenfügen der Worte – Ausdruck und Wortwirkung leiden darunter);
- für klare Aussagen (anstelle gut klingender, aber vage bleibender Worthülsen);
- für fachlich kompetente Argumente (ohne die inhaltlichen Lücken von KI-Texten).
Was sich teilweise noch als reine Stilfrage oder Geschmackssache abtun lässt, bekommt bei der Frage nach dem Richtig oder Falsch von Textinhalten deutlich mehr Gewicht.
Eine Anekdote.
Unser Sohn hat sich (einfach mal aus Spaß) von einer KI seinen Lebenslauf schreiben lassen. Er ist als Chorsänger aktiv, und in diesem Kontext wurde das KI-Ergebnis richtig interessant.
- Stilistisch und von der Wortwahl her glich sein Lebenslauf unzähligen anderen, die online zu finden sind.
- Ein Mitsänger wurde zum Pianisten.
- Duettpartner wurden namentlich genannt, aber vertauscht.
- Er hat laut KI-Text in Produktionen mitgewirkt, mit denen er nie etwas zu tun hatte.
Zwischenfazit:
Die KI liefert superschnell, aber in ganz schön großen Anteilen falsche Ergebnisse – ein Risiko, wenn man sich bei Textinhalten voll auf die KI verlässt.
So ging es weiter:
Der Text wurde durch Nachbesserungen bei der KI-Anfrage deutlich korrekter. Um die Textqualität zu erhöhen, mussten aber sehr konkrete Stichworte und Zusammenhänge in die Anfrage integriert werden.
Das Fazit.
Nur detailgenaues Wissen ermöglicht taugliche Prompts.
Kenne ich mich in einem Thema nicht aus, liefert auch die KI keine guten Ergebnisse.
Es bleibt abzuwarten, wie die Entwicklung weitergeht.









